Schneegastritis - die gefährliche Liebe zum Schnee

08. November 2020 — von Anne Bräutigam

Hunde spielen liebend gerne im Schnee, fangen Schneebälle oder wälzen sich genüsslich in der weißen Pracht. Wann Schnee jedoch gefährlich werden kann, erfahren Sie im heutigen Artikel.

So kann es zu einer Schneegastritis kommen. Beim freudigen Spiel im Schnee kann es schnell passieren, dass der Hund Schnee verschluckt oder sogar absichtlich frisst. Im Schnee können sich Spuren von Streusalz, Split, Frostschutzmitteln und Schmutz befinden. Diese Stoffe und allein schon die Kälte des Schnees können die Magenschleimhaut reizen und zu einer Entzündung der Magenschleimheit, der sogenannten Gastritis, führen.

Symptome einer Gastritis. Eine Schneegastritis kann sich mit Magengrummeln, Appetitlosigkeit, Schmatzen, Speicheln, Würgen, Erbrechen und Durchfall, bis hin zu Blutbeimengungen im Kot und Fieber äußern. Je nach Empfindlichkeit des Hundemagens und Menge des aufgenommenen Schnees, ist eine Gastritis sogar lebensgefährlich.

Was sollte man dagegen tun? Wenn mehrere der Symptome nach dem Spielen im Schnee auftreten, so sollte der Hund einen Tag lang kein Futter mehr bekommen und zimmerwarmes Wasser zur freien Verfügung bereit gestellt werden. Beruhigt sich der Magen von alleine, so kann der Hund am nächsten Tag vorsichtig mit kleinen Futtermengen über den Tag verteilt gefüttert werden. Bleiben die Symptome bestehen oder werden sogar schlimmer, muss eine Tierärztin oder ein Tierarzt kontaktiert werden.

Kamille, Dill und Eibischwurzel zur Unterstützung des Magens. In der Phytotherapie können, bei leichten Symptomen, Produkte mit Extrakten aus Kamille, Dill und Eibischwurzel eingesetzt werden. Kamille und Dill entspannen und beruhigen den Magen. Eibischwurzelextrakt wirkt entzündungshemmend und regeneriert die Magenschleimhaut.

Wie kann man eine Schneegastritis verhindern? Auch wenn es schwerfällt: Keine Schneebälle werfen! Genau auf den Hund achten und ihn gegebenenfalls an die Leine nehmen. Mit viel Training und alternativen Spielchen oder Ablenkungen kann das Schneefressen abgewöhnt werden. Dann steht einem entspannten Winterspaziergang nichts mehr im Weg.