Kurkuma bei Arthrose – Ein Gewürz überzeugt die Wissenschaft

18. June 2020 — von Madeleine Paul

In einer Studie¹ zu Osteoarthrose konnte gezeigt werden, dass Hunde, denen Kurkuma zugefüttert wurde, weniger entzündliche Blutzellen aufzeigten als Tiere der Vergleichsgruppe, die mit Schmerzmitteln (NSAIDS) behandelt wurden. Die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse bei Haustieren sind also vielversprechend.

Kurkuma wird in Indien seit Jahrhunderten in der traditionellen Medizin als Heilmittel genutzt. Gewonnen wird das Pulver aus der Gelbwurz-Pflanze, welche zur Familie der Ingwergewächse gehört. In der ayurvedischen Medizin schätzt man Kurkuma unter anderem für seine verdauungsfördernde Eigenschaft. Es regt den Gallenfluss an und erleichtert die Verdauung schwerer, fetthaltiger Speisen. So entstand auch das Trendgetränk »goldene Milch«, eine Mischung aus Milch, Kurkuma, Ingwer und Zimt. Bis zu den späten Neunzigern war die entzündungshemmende Wirkung aber umstritten. Seitdem wird Kurkuma mit modernen, wissenschaftlichen Methoden erforscht und medizinisch immer relevanter. Der wichtigste Wirkstoff der Gelbwurzel (Curcuma longa) ist Curcumin. Allein zur Wirkung von Curcumin bei Arhtrose findet man zahlreiche wissenschaftliche Studien. So erforschte Julie S. Jurenka die Wirkung von Curcumin bei Verdauungsbeschwerden, Entzündungen und Arthrose beim Menschen. Diese Studie² legt nahe, dass Curcumin ein therapeutisches Potenzial für die Behandlung von Arthritis bieten kann.

Auch bei Wissenschaftlern im veterinärmedizinischen Bereich ist Kurkuma angesagt – mit erstaunlichen Ergebnissen: Eine Studie³ untersuchte das natürliche Extrakt der Gelbwurzel hinsichtlich der Wirkung bei Pferden. Sowohl die Studien von Maura Farinacci³ als auch die Studie von M. Colitti¹ wiesen die schmerzlindernden, antibakteriellen, antimykotischen, antientzündlichen und verdauungsfördernden Eigenschaften von Kurkuma nach.

Kurkuma bei Arthrose

Bei der häufigsten Form von Arthritis beginnt sich der Gelenkknorpel abzunutzen. Da Knorpel keine Nervenden haben, werden Probleme in den Gelenken erst spürbar, wenn die Knochen der Gelenke beginnen sich aneinander zu reiben oder Entzündungen am bereits geschädigten Gelenk (Osteoarthritis) entstehen. Bei Untersuchungen wurden Mechanismen entdeckt, wie Curcumin entzündunghshemmend auf die Knorpelzelle wirkt. Es setzt klassisch da an, wo auch NSAIDS im Körper greifen, im Entzündungsgeschehen. In der Behandlung von Osteoartrose behindern NSAIDS die Bildung von Glykosaminoglykanen (GAG) die für die Elastizität des Gelenkknorpels wichtig sind. Im Gegensatz dazu, reduziert Curcumin demnach Entzündungen, die zu Gelenkschäden beitragen, und verbessert gleichzeitig die Beweglichkeit.

Verabreichen von Kurkuma

Es reicht nicht aus, Hunden, Katzen oder Pferden mit Arthrose Kurkumapulver über das Futter zu streuen. Der Wirkstoff gelangt nur schwer in den Blutkreislauf. Schlimmer noch: Mit einer Arthroseerkrankung geht oft ein schlechter Gelenkstoffwechsel einher, sodass große Mengen Kurkuma verzehrt werden müssten. Viele Kurkuma-haltige Ergänzungsfuttermittel sind daher auch unwirksam, auch wenn eine hohe Dosis an Kurkuma versprochen wird. Durch bestimmte Verfahren in der Herstellung, wie das »Nano Transport System (NTS)«, kann die Bioverfügbarkeit allerdings wesentlich erhöht werden (siehe Abbildung unten). Dazu werden die Extrakte aufgelöst (1). NTS-Transport-Kugeln nehmen die Extrakte auf (2) und bringen sie dorthin wo sie benötigt werden: Direkt in die Zelle (3).

¹ M. Colitti, B. Gaspardo, A. Della Pria, C. Scaini, Bruno Stefanon (2011): Transcriptome modification of white blood cells after dietary administration of curcumin and non-steroidal anti-inflammatory drug in osteoarthritic affected dogs, Veterinary Immunology and Immunopathology, Volume 147, Issues 3–4, 30 June 2012, Pages 136-146

² Julie S. Jurenka, MT(ASCP) (2009): Anti-inflammatory Properties of Curcumin, a Major Constituent of Curcuma longa: A Review of Preclinical and Clinical Research - Alternative medicine review

³ Maura Farinacci, Brigitta Gaspardo, Monica Colitti & Bruno Stefanon (2009): Dietary administration of Curcumin modifies transcriptional profile of genes involved in inflammatory cascade in horse leukocytes, Italian Journal of Animal Science, 8:sup2, 84-86, DOI: 10.4081/ ijas.2009.s2.84

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